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Weiblicher Terrakottakopf der klassisch–hellenistischen griechischen Tradition, geprägt von einer schlichten und sicheren Präsenz. Das Modell zeichnet sofort das Gesichtsoval, die sanfte Nasenlinie, die vollen Wangen und eine kappenartige Frisur mit dezentem Stirnband. Die ocker-honigfarbene Patina, über Jahrhunderte gleichmäßig gereift, wird von mineralischen Schleiern und leichten eisenhaltigen Sprenkeln belebt: eine kontinuierliche archäologische Haut, die die Volumen hervorhebt und die Altertümlichkeit besiegelt. Der Hals zeigt eine antike, stabilisierte Bruchkante, die dem Fragment eine geschätzte autonome Präsentationsqualität verleiht.
Die Nahbetrachtung bestätigt die typologische und werkstatttechnische Kohärenz: feiner, leicht sandiger Ton mit seltenen Glimmereinschlüssen, glättende Oberflächenbearbeitungen noch sichtbar im Gesichtsbereich, und altersgerechte Abnutzungen, die die plastische Lesbarkeit vertiefen. Die Komposition ergibt ein intensives und zurückhaltendes Abbild, typisch für die griechische Votiv- und Bestattungstradition.
Technische Merkmale
– Objekt: weiblicher Kopf, votiv/funeral, autonomes Fragment
– Kultur: Antikes Griechenland, mykenische und hellenistische Tradition
– Datierung: 4.–2. Jahrhundert v. Chr.
– Material: feine Terrakotta, ocker-honigfarbene Patina mit mineralischen Nuancen
– Maße: 50 × 23 mm
– Erhaltungszustand: harmonische Erhaltung; Oberfläche durch die Zeit gereift, antike stabilisierte Bruchkante am Hals, klare Volumenlesbarkeit
– Werkstatttechnik: Formung mit modellierenden Nachbearbeitungen und abschließenden Glättungen
– Provenienz: alte englische Privatsammlung (1980er–1990er Jahre)
– Authentizität: Zertifikat der Galerie Antikarts
– Nachvollziehbarkeit: Provenienz im offiziellen Zertifikat dokumentiert, garantiert typologische Kohärenz und Erwerbssicherheit
– Verkauf: Europäische Spezialauktion, unter Expertenaufsicht
Historischer Kontext
Im antiken Griechenland waren Terrakottafiguren die diskreten Boten des Heiligen: Sie fanden sich in Heiligtümern, Häusern und Gräbern. Weibliche Köpfe verkörperten besonders Harmonie und Frömmigkeit, fungierten als Mittler — sowohl schützende Präsenz als auch Zeichen der Hingabe. Die klassische und hellenistische Ästhetik bevorzugte eine kontrollierte Stilisierung: klare Volumen, ruhige Gesichtszüge, strukturierte Haare — eine Sprache, die über Jahrhunderte fortwirkte.
Formale und Materialanalyse des Exemplars
– Volumen: regelmäßiges Oval, volle Wangen, weiches Kinn; kontinuierlicher Verlauf zum Hinterkopf.
– Frisur: kappenartige Gestaltung mit dezentem Stirnband, klar erkennbar von vorne und von der Seite.
– Oberfläche & Patina: homogenes Ocker mit mineralischen Schleiern; Mikroverkrustungen, die die Reliefs hervorheben.
– Ton & Brand: feine, dichte Masse, gleichmäßig gebrannt; stabile Farbigkeit antiker Tone.
– Werkstattgestik: Glättungsspuren und lokale Nachmodellierungen bewahren die Hand des Handwerkers.
– Antike Bruchkante: originaler Halsbruch, stabil und deutlich — geschätzte Qualität für Sammlung und Museum.
Kultureller Wert
Durch die Klarheit der Modellierung, die Würde der Patina und die typologische Genauigkeit fasst dieser weibliche Kopf die griechische Votivästhetik zusammen: schützende Präsenz, Erinnerung an den Handgestus und symbolische Kraft. Ein sicheres Stück für jede Sammlung klassischer Archäologie, das einen direkten Zugang zur religiösen und häuslichen Vorstellungswelt Griechenlands eröffnet.
Gesicherter Versand
Alle unsere Objekte werden sorgfältig in verstärkten Paketen verpackt, per Colissimo oder Chronopost mit Zustellung gegen Unterschrift versandt und vollständig versichert. Jede Sendung profitiert somit von präziser Nachverfolgung, optimalem Schutz und maximaler Sicherheit — ein Garant für Seriosität und Vertrauen, den Antikarts seinen Kunden gewährleistet.
NB: Sockel, Rahmen und Präsentationselemente auf den Fotos dienen ausschließlich der Inszenierung und sind nicht im Verkauf enthalten.
Ref: C39XEO0JQJ