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Mumuye-Fetisch – Nigeria, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts
Geschnitztes Holz, antike Patina – Höhe: 24 cm
Provenienz: Vor Ort von einem belgischen Sammler gesammelt und anschließend vererbt.
Entstehungszeit: ca. 1940–1960
Diese kleine, 24 cm hohe Mumuye-Ritualskulptur besticht durch ihre einzigartige Ausdruckskraft und die antike Patina, die durch den langjährigen Gebrauch entstanden ist. Das aus dichtem Holz gefertigte Objekt zeigt ein ausdrucksstarkes Gesicht mit tiefen Augenhöhlen und einem leicht geöffneten, fast grimmig wirkenden Mund. Die frontalen Narben und der Kamm am oberen Rand unterstreichen den rituellen Charakter dieser Figur. Kompakt in den Proportionen, bewahrt das Stück die wesentlichen Merkmale der Iagalagana-Statuen: vom Körper abgetrennte Arme, einen langgestreckten Torso und schematische Beine. Der Gebrauchsspuren, insbesondere an Sockel und Oberfläche, bestätigen sein Alter und seine authentische zeremonielle Verwendung.
Bei den Mumuye spielten diese Figuren eine Schutzrolle und waren mit Fruchtbarkeits- und Wahrsagepraktiken verbunden. Sie wurden oft in abgelegenen Ritualhütten aufbewahrt und von Eingeweihten der Vabong-Gesellschaft während Zeremonien aktiviert, insbesondere um Regen herbeizurufen oder den Wohlstand der Familie zu sichern.
Aufgrund ihrer geringen Größe wurde diese Skulptur wahrscheinlich als persönlicher Schutzgegenstand verwendet, da sie leichter zu handhaben war als monumentale Statuen.
Ref: 4R7TQZD4QW