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Ludger Larose (1868-1915) Der Kopf an Kopf, Öl auf Holz, 19. Jahrhundert
Dieses fesselnde Ölgemälde auf Holz illustriert eine Genreszene, in der sich zwei im Stil Ludwigs XIII. gekleidete Personen in einem typischen Interieur der Haute Époque unterhalten. Das äußerst feine Werk zeugt von Ludger Laroses Talent, die Atmosphäre und die Details einer vergangenen Epoche wiederzugeben.
Das perfekt erhaltene Gemälde wird in seinem originalen vergoldeten Holzrahmen präsentiert, der für das 19. Jahrhundert charakteristisch ist. Die Signatur des Künstlers unten links bezeugt die Authentizität des Bildes.
Abmessungen:
Ohne Rahmen: Höhe 22 cm - Länge 32 cm.
Mit Rahmen: Höhe 40 cm - Länge 50 cm
Biografie :
Ludger Larose (1868-1915) : Ein engagierter Künstler zwischen Tradition und Moderne.
Der 1868 in Montreal geborene Ludger Larose etablierte sich als eine originelle Figur in der Kunstszene Québecs Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Er war Maler, Zeichenlehrer und kritischer Geist zugleich und zeichnete sich durch seine kühne Herangehensweise und seine Ablehnung von Konventionen aus. Er wurde an der École des Arts et Métiers in Montreal ausgebildet und profitierte vom Unterricht des Abbé Joseph Chabert, einer zentralen Persönlichkeit in der Ausbildung von Künstlern seiner Zeit. Larose entwickelte jedoch schnell einen persönlichen Stil, der von intellektueller Neugier und dem Willen, etablierte Codes zu durchbrechen, geprägt war.
Sein künstlerischer Werdegang ist ebenso vielfältig wie produktiv: Er schuf Porträts für die Elite Montreals, erfüllte religiöse Aufträge, erforschte Stillleben, Aktbilder und Stadtszenen und führte so entschieden moderne Themen in einen noch sehr traditionellen Kontext ein. Sein Werk, das mehrere hundert Gemälde umfasst, offenbart technische Meisterschaft gepaart mit einem ausgeprägten Gespür für Lichtspiele und narrative Kompositionen.
Als bekennender Freidenker und Antiklerikaler verkörperte Larose eine Generation von Künstlern, die auf der Suche nach Emanzipation waren. Sein Aufenthalt in Paris, wo er an der Académie Delescluze einen ersten Preis für Zeichnen erhielt, verstärkte seine Offenheit gegenüber europäischen Strömungen, während er gleichzeitig seine Verankerung in der Realität von Québec bekräftigte. Zwischen 1895 und 1913 nahm er aktiv am kulturellen Leben teil, indem er regelmäßig im Salon der Art Association of Montréal und in der Académie royale canadienne ausstellte und so zur Belebung des lokalen Kunstmilieus beitrug.
Heute befinden sich seine Gemälde in bedeutenden Sammlungen wie denen des Musée national des beaux-arts du Québec, des Musée des beaux-arts de Montréal und der Beaver Brook Art Gallery in Fredericton. Ludger Larose starb 1915 und hinterließ ein künstlerisches Erbe, das von seinem Eklektizismus und seinem Engagement für eine zugängliche und innovative Kunst zeugt.
Ausstellungen und Anerkennung :
Sein Werk, das fast 400 Gemälde umfasst, spiegelt eine große Vielfalt wider: Porträts, die von der Bourgeoisie Montreals in Auftrag gegeben wurden, religiöse Gemälde, Stillleben, Akte und Stadtszenen, wobei letztere als kühner Vorstoß in die malerische Moderne gesehen werden. Auch als Grafiker trat er in Erscheinung.
Zwischen 1895 und 1913 stellte Larose sieben Mal im Salon der Art Association of Montréal und zwei Mal in der Royal Canadian Academy aus. Sein Talent wurde mit einem ersten Preis für Zeichnen an der Académie Delescluze in Paris belohnt, wo er sich später auch aufhielt.
Seine Werke werden heute in renommierten Institutionen wie dem Musée national des beaux-arts du Québec, dem Musée des beaux-arts de Montréal und der Beaver Brook Art Gallery in Fredericton aufbewahrt.
Quelle: Alison Longstaff, Un artiste au quotidien au tournant du XXe siècle: le cas de Ludger Larose (1868-1915), Dissertation, Université du Québec à Trois-Rivières, 2008.
Ref: 6XTLIE1F3N