Emile Auguste Wery (1868–1935) – Im Bett, 1889 – Emile Bernard gewidmet
Emile Auguste Wery (1868–1935) – Im Bett, 1889 – Emile Bernard gewidmet
Emile Auguste Wery (1868–1935) – Im Bett, 1889 – Emile Bernard gewidmet
Emile Auguste Wery (1868–1935) – Im Bett, 1889 – Emile Bernard gewidmet
Emile Auguste Wery (1868–1935) – Im Bett, 1889 – Emile Bernard gewidmet
Emile Auguste Wery (1868–1935) – Im Bett, 1889 – Emile Bernard gewidmet
Emile Auguste Wery (1868–1935) – Im Bett, 1889 – Emile Bernard gewidmet
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Emile Auguste Wery (1868–1935) – Im Bett, 1889 – Emile Bernard gewidmet

6.000
19. Jahrhundert
Second Empire
LIEFERUNG
Von: 75014, Paris, Frankreich

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    Émile Auguste Wery (1868–1935)
    Im Bett, 1889
    Öl auf Leinwand
    32 × 40 cm
    43,5 × 52 cm mit Rahmen
    Signiert „E. Wery“, datiert und gewidmet unten rechts: „Meinem Freund Émile Bernard, in herzlicher Verbundenheit“

    Als Sohn eines Kupferstechers aus Reims kam der Maler Émile Wéry schon in jungen Jahren nach Paris, wo er an der Académie Julian bei Léon Bonnat, Jules Lefebvre und François Flameng studierte. An dieser renommierten Schule freundete er sich mit Henri Matisse an, mit dem er sich ein Atelier neben seinem am Boulevard Montparnasse teilte. Während einer Reise in die Bretagne mit Augustin Hanicotte im Frühjahr 1896 berichtete Matisse, dass Wéry bestimmte ästhetische Prinzipien des Impressionismus übernommen hatte, insbesondere eine helle und klare Farbpalette: „Damals hatte ich nur Bister- und Erdtöne auf meiner Palette, wohingegen Wéry eine impressionistische Palette besaß.“ Der junge Künstler stellte ab 1889 im Salon des Artistes Français aus und feierte beachtliche Erfolge. Er gewann 1897 und 1898 Medaillen dritter und zweiter Klasse, dann eine Silbermedaille auf der Weltausstellung 1900 und wurde 1906 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Seine stimmungsvollen Landschaften und bretonischen Motive wurden schnell von renommierten Sammlern wie Graf Edward Aleksander Raczyński und Henry Vasnier geschätzt. Um 1910 ließ er sich in der Provence nieder, zunächst in der Nähe von Renoir und dessen Haus in Les Collettes, dann gegen Ende des Krieges in Hauts-de-Cagnes in einer alten Mühle, die er „La Maison Rouge“ (Das Rote Haus) taufte und deren Speisesaal er mit Fresken ausmalte. Das hier gezeigte Gemälde aus dem Jahr 1889 gehört zu den seltenen Frühwerken von Émile Wéry. Noch weit vom Impressionismus entfernt, spiegelt es sowohl in Sujet als auch in Technik das Hauptinteresse des Malers am Synthetismus der Nabis wider. Die liebevolle Widmung an „meinen Freund Émile Bernard“, den er vermutlich an der Académie Julian kennengelernt hatte, zeugt von einer echten Verbundenheit mit dieser Avantgarde-Gruppe, die ihre Werke im selben Jahr im Café Volpini im Rahmen der Weltausstellung präsentierte. Wéry entführt uns in die Intimität eines kleinen Schlafzimmers, in dem eine junge Frau auf ihrem Bett schläft. In breiten Pinselstrichen und mit einer von japanischen Drucken inspirierten Verkürzungsperspektive ausgeführt, basiert die Komposition auf einem Netz horizontaler und vertikaler Linien, die die Jutedecke und die blau-weiß gestreifte Strohmatratze auf dem grauen Holzbettgestell überlagern. Durch ein subtiles Lichtspiel taucht die offene Tür links einen Teil des Raumes in sanften Schatten und lässt das zurückweichende, etwas rätselhafte Profil des Modells im Halbdunkel erscheinen. Die halbliegende Position des Modells, ruhend auf einem großen, fein gebürsteten Kissen, mit nackten Schultern und einem am Körper entlang ausgestreckten Arm, scheint auf Genesung hinzudeuten und verleiht dieser stillen Szene so eine tragische Dimension. Indem es den dem Schlaf innewohnenden Bewusstseinsverlust aufgreift, greift unser Werk bereits eines der Lieblingsthemen des Symbolismus auf und rückt Wéry näher an seine Zeitgenossen Vuillard und Bonnard heran.

    Ref: SV3C9ZA2EN

    Bedingungen Guter Zustand
    Stil Second Empire (Gemälde Genreszenen, Akte Stil Second Empire)
    Jahrhundert 19. Jahrhundert (Gemälde Genreszenen, Akte Jahrhundert 19. Jahrhundert)
    Herkunft Frankreich
    Länge (cm) 40
    Höhe (cm) 32
    Versandzeiten Versandbereit in 4-7 Werktagen
    Ort 75014, Paris, Frankreich
    Antikeo Käufergarantie

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