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Marie Henri MACKENZIE (Rotterdam 1878 – Hilversum 1961)
Zugpferde auf einer Baustelle in Amsterdam, um 1915
Öl auf Holztafel
50 x 70 cm
69 x 89 cm mit Rahmen
Unten rechts signiert
Befindet sich auf der Rückseite der Holztafel
Marie Henri Mackenzie ist ein niederländischer Maler, der dem Amsterdamer Impressionismus zugeordnet wird. Nach seiner Ausbildung an der Kunstakademie in Rotterdam ließ er sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Amsterdam nieder und knüpfte Kontakte zu George Hendrik Breitner, dessen Einfluss seine frühen Werke tief prägte. Wie dieser bevorzugt Mackenzie städtische Szenen, Kanäle, Häfen, Abrissarbeiten und große Baustellen, die die niederländische Hauptstadt damals veränderten. Nach 1931 widmete er sich ganz der Malerei und entwickelte ein persönlicheres Werk, das aus Landschaften, Stadtansichten und Szenen des modernen Lebens bestand.
Dieses Ölgemälde zeigt eine Baustelle in Amsterdam, ein für Marie Henri Mackenzie besonders charakteristisches Motiv. Im Vordergrund stehen zwei kräftige Zugpferde, noch angespannt, inmitten von Balken, Absperrungen und Baumaterialien. Hinter ihnen sind Arbeiter auf einem weitläufigen Gelände bei der Arbeit, das von einem Kran, Loren und langen Fassaden aus rotem Backstein dominiert wird.
Mackenzie beschäftigte sich häufig mit den Veränderungen in der niederländischen Hauptstadt: Abrissarbeiten, Straßenbauarbeiten, Fundamentarbeiten und neue Stadtviertel. Hier geht es ihm weniger darum, die Baustelle genau zu dokumentieren, als vielmehr darum, ihre Atmosphäre wiederzugeben: die aufgewühlte Erde, den Staub, den grauen Himmel und die massive Präsenz der Pferde inmitten einer Stadt im Umbruch.
Die Komposition basiert auf einer warmen Farbpalette aus Braun-, Ocker- und Rottönen, die im Kontrast zu den dunkleren Farbtönen der Pferde stehen. Der breite, energische Pinselstrich, die großzügige Malweise und die Vorliebe für moderne städtische Motive zeugen vom Einfluss von George Hendrik Breitner, dem Mackenzie nahestand.
Das Werk ist somit ein schönes Beispiel für den niederländischen Stadtimpressionismus, in dem Amsterdam nicht als monumentale Stadt, sondern als lebendiger Organismus erscheint, der sich in ständiger Wandlung befindet.
Ref: OFIZCQUPVZ