Diese Beschreibung wurde übersetzt. Klicken Sie hier, um das Original zu sehen
Anthropomorphe Maske mit serpentiformem Scheitel - Westafrika.
Herkunft: Sammlung von Jacques Mazière
Geschätzte Datierung: Anfang des XXᵉ Jahrhunderts (um 1920-1950)
Material: geschnitztes Holz, alte Patina.
Maße: H. 33 cm × B. 17 cm × T. 17 cm.
Gewicht: 1.050 g.
Rituelle Maske aus geschnitztem Holz, anthropomorpher Typ mit serpentiformer Kimme. Die Komposition verbindet ein frontales menschliches Gesicht mit einem dominanten zoomorphen Element - einer stilisierten Schlange -, das rund geschnitzt und in den Scheitelpunkt des Schädels integriert ist. Diese Art von Maske stammt aus westafrikanischen Traditionen, in denen die Hybridisierung von Mensch und Tier Teil einer Symbolik ist, die zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt vermittelt.
Das Gesicht ist kompakt und ausgewogen proportioniert und weist kräftige, durchgehende Augenbrauenbögen auf, unter denen sich die Augen befinden, die durch kreisförmige Perforationen tief eingeschnitten sind, wodurch die Intensität des Blicks betont wird. Die breite und gerade Nase strukturiert die Mittelachse der Maske; der leicht geöffnete und vorspringende Mund verleiht dem Ganzen einen Ausdruck von kontrollierter Ernsthaftigkeit.
Das wichtigste ikonografische Element ist das serpentiforme Kopfband. Er ist aus dem Vollen geschnitzt, steigt an der Vorderseite des Schädels auf und biegt sich dann in einem kontinuierlichen Bogen nach hinten, was an eine aufgerichtete, sich bewegende Schlange erinnert. Der Schlangenkörper ist mit regelmäßigen, sich wiederholenden, rautenförmig eingeschnittenen geometrischen Mustern verziert, die auf eine Symbolsprache hindeuten (Werkstattmarke, Identitätszeichen oder apotropäischer Wert). Der Kopf ist kurz und rund, mit seitlichen Einschnitten, die stilisierte Augen darstellen können.
Die gesamte Maske ist mit einer alten, ockerbraunen Patina mit schwärzlichen Flecken und unterschiedlichen Abnutzungserscheinungen überzogen, die auf eine lange Nutzungsdauer und natürliche Alterung hinweisen.
Das Innere der Maske ist weitgehend ausgehöhlt; es weist dunkle Spuren auf, die mit rituellen Praktiken vereinbar sind (Öle, Räucherungen, Pigmente), und weist alte Perforationen auf, die mit dem Tragesystem oder der Befestigung von vergänglichen Elementen (Fasern, Bänder) in Verbindung stehen.
In vielen westafrikanischen Kulturen wird die Schlange mit Schutz, Macht, Initiationswissen und Mediation in Verbindung gebracht. Als Schwellentier verkörpert sie oft den Kreislauf zwischen den tellurischen Kräften und der sozialen Ordnung. Ohne genaue Felddokumentation muss diese Interpretation offen und nicht exklusiv bleiben, da die Maske möglicherweise zu einem bestimmten rituellen Kontext gehört, der heute teilweise verloren gegangen ist.
Die formalen Merkmale - massives, schlichtes Gesicht, serpentiformer Stirnreif, geometrisches Ritzdekor, alte Patina - erlauben es, das Werk in einem westafrikanischen Kulturraum (Waldgebiete und Sudan-Guinea) anzusiedeln. Stilistische Annäherungen an die Traditionen der Senufo, Lobi oder verwandte Traditionen können in Betracht gezogen werden, ohne dass eine endgültige ethnische Zuordnung möglich ist. Vorsicht ist geboten, da das Objekt aus einer einzigartigen lokalen Werkstatt oder einer marginalen rituellen Produktion stammen könnte.
Die Herkunft aus der Sammlung von Jacques Mazière, einem Künstler, der zwischen 1950 und 1970 in Westafrika lebte, verleiht dieser Maske ein verstärktes Interesse am Kulturerbe. In diese Zeit fallen Erwerbungen, die oft in direktem Kontakt mit den lokalen Gemeinschaften getätigt wurden, vor der kommerziellen Standardisierung der afrikanischen Kunst.
Zustand der Erhaltung
Alter Zustand, übereinstimmend mit Alter und Gebrauch :
Oberflächenabnutzung und Abschürfungen,
Alte Mikroperforationen (xylophage Insekten, inaktiv),
Lokale Risse und Brüchigkeiten, insbesondere an der Basis des Zimmes,
insgesamt stabile Struktur.
Diese Veränderungen tragen zur historischen und authentischen Lesart des Objekts bei.
Charaktervolle Maske mit starker skulpturaler Präsenz, die sich durch eine ausdrucksstarke, serpentiforme Krone, eine überzeugende alte Patina und eine dokumentierte Herkunft auszeichnet. Sie ist ein relevantes Zeugnis der rituellen und ästhetischen Praktiken Westafrikas in der Mitte des 20ᵉ Jahrhunderts.
Ref: PX6QVZ5J0H