Diese Beschreibung wurde übersetzt. Klicken Sie hier, um das Original zu sehen
Monumentale Helmmaske, der Wawa-Gruppe (Nord-Elfenbeinküste/West-Burkina Faso) zugeschrieben, vom Typ Ogbobdo Enyi.
Geschnitztes Holz, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Ogbobdo-Enyi-Masken (wörtlich: „mächtiger Geist/gefährlicher Geist“) zeichnen sich durch Folgendes aus:
Extreme Monumentalität
Ein massives Rückenvolumen, oft größer als das Gesicht selbst
Eine vollständige, helmartige Struktur, die den Kopf vollständig bedeckt
Ein beträchtliches Gewicht, ohne jeglichen Versuch, es leicht zu gestalten (Ihr Beispiel: 4,55 kg, entspricht dem)
Eine Skulptur, die für rituelle Wirkung und nicht für dekorative Eleganz konzipiert wurde
Dieser Ausdruck unterdrückter Bedrohung bleibt roh, frontal, fast bedrückend.
Die stark abgenutzten, aber eindeutig alten Reste roter und schwarzer Pigmente deuten auf Folgendes hin:
Die Wawa praktizierten temporäre Ritualmalerei, die oft erneuert wurde.
Pigmente wurden auf bereits patiniertes Holz aufgetragen, was hier der Fall zu sein scheint.
Es handelt sich um eine Maske einer geschlossenen Initiationsgesellschaft.
Sie war für bedeutende Riten bestimmt und war mitunter mit ritueller Nötigung verbunden.
Historisch gesehen wurden nur sehr wenige exportiert, da sie als gefährlich oder tabu galten.
Viele bekannte Exemplare sind:
fragmentarisch
stark restauriert
oder kleiner.
Diese Maske ist vollständig, intakt, nicht übermäßig restauriert und von außergewöhnlicher Größe.
Wichtig zu beachten:
Die Wawa gehören kulturell zu einer Grenzregion (beeinflusst von den Senufo, Lobi und Kulango).
Museumszuordnungen schwanken oft zwischen den nördlichen Senufo und den Wawa.
Der Name Ogbobdo Enyi wird manchmal rückwirkend verwendet, basierend auf typologischen Kriterien und nicht auf ethnolinguistischer Gewissheit.
Monumentale Helmmaske vom Typ Ogbobdo Enyi
Kulturgruppe: Wawa (beeinflusst von den nördlichen Senufo)
Region: Nördliche Elfenbeinküste / Westliches Burkina Faso
Geschätzte Datierung: 1910–1940
Die Kopfmaske ist aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt, sehr groß und schwer (4.550 g) und umschließt den Kopf des Trägers vollständig.
Maße:
Länge: 60 cm
Breite: 25 cm
Höhe: 33 cm
Das dichte, kompakte Holz weist eine tiefe, matte, antike Patina mit Spuren langjähriger ritueller Verwendung auf. Spuren alter Polychromie (vorwiegend rot und schwarz) sind vorhanden, heute stark verblasst, aber in einigen geschützten Bereichen noch sichtbar.
Das Gesicht zeigt einen bewusst strengen, anthropomorphen Ausdruck:
Halbgeschlossene, ovale und tief liegende Augen
Gerade, kantige Nase, die die Vertikalität der Maske stark betont
Leicht geöffneter Mund, der stilisierte Zähne zeigt und einen Ausdruck zurückhaltender Bedrohung vermittelt
Einfache, vertikale, nicht-dekorative Gesichtsnarben
Der halbkugelförmige, radial gestreifte Kopfschmuck ist ein markantes Stilelement, das in einigen alten, den Wawa zugeschriebenen Werken belegt ist.
Die Rückseite der Maske zeichnet sich durch ihr massives, umhüllendes Volumen aus, das ein rituelles Design widerspiegelt, das eher auf visueller Wirkung, Präsenz und symbolischer Beschränkung als auf reiner Ästhetik beruht.
Anfangs wurde die Maske einem breiten Korpus nördlicher Senufo zugeordnet. Eine sorgfältige Untersuchung der Morphologie, des Volumens, des Gesichtsausdrucks und der strukturellen Logik der Maske führt jedoch zu einer wahrscheinlicheren Zuordnung zur Wawa-Gruppe, einem Grenzvolk, dessen rituelle Werke sowohl Gemeinsamkeiten als auch deutliche Besonderheiten aufweisen.
Die Monumentalität, das beträchtliche Gewicht, die kontrollierte Brutalität der Formen, der fordernde Gesichtsausdruck und die verbliebenen Spuren von Polychromie entsprechen weitgehend den sogenannten Ogbobdo-Enyi-Masken, die mit intensiven rituellen Zeremonien in Verbindung gebracht werden und mitunter Funktionen sozialer Kontrolle, Einschüchterung oder Initiationsriten dienten.
Diese Zuordnung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da die stilistischen Grenzen zwischen den Wawa, den nördlichen Senufo und benachbarten Gruppen historisch fließend waren. Dennoch deuten alle formalen und funktionalen Kriterien auf eine Wawa-Maske vom Typ Ogbobdo Enyi oder einen verwandten Typ hin.
Diese Maske gehörte einer kleinen Initiationsgesellschaft und war für bedeutende rituelle Auftritte bestimmt. Ihre Größe, ihr Gewicht und ihr Ausdruck lassen vermuten, dass sie einen mächtigen, potenziell gefährlichen Geist manifestierte, der bei Straf-, Reinigungs- oder Initiationsriten eingriff.
Zustand: Sehr guter Gesamtzustand, dem Alter und der vermuteten rituellen Verwendung entsprechend. Gesundes Holz, kein aktiver Befall durch holzbohrende Insekten. Gebrauchsspuren, die dem alten und authentischen Gebrauch entsprechen. Keine umfangreichen Restaurierungen oder sichtbare moderne Veränderungen.
Ein Werk von großer plastischer und symbolischer Kraft. Aufgrund seiner Größe, seines Gewichts und seines Erhaltungszustands ein seltenes Exemplar.
Ein bedeutendes Stück aus dem Wawa-Korpus, das in Privatsammlungen nur spärlich vertreten ist.
Diese monumentale Helmmaske verkörpert einen der ausdrucksstärksten Aspekte westafrikanischer Ritualskulptur. Aus dichtem, schwerem Holz geschnitzt, umschloss sie den Kopf des Trägers vollständig und verwandelte ihn in eine lebendige Leinwand.
Ref: 41APNO86RU