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Dieser imposante Zuckerhammer zeichnet sich durch seinen länglichen, gedrungenen Kopf aus, der aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt ist. Der leicht gebogene, massive Griff zeugt von der Kunstfertigkeit eines erfahrenen Handwerkers.
Die geometrische Gravur ist besonders dicht: Motive aus Kreisen, Dreiecken und Schraffuren bedecken die Ober- und Seitenflächen des Kopfes. Die Gebrauchsspuren auf der Holzoberfläche, kombiniert mit der tiefen, seidenmatten braunen Patina, belegen eine lange rituelle und häusliche Verwendung. Das Stück wirkt eher wie ein wertvolles Familienerbstück, das über Generationen weitergegeben und sorgsam bewahrt wurde, als wie ein einfaches Gebrauchswerkzeug.
Wie andere Zuckerhämmer der Amazigh-Tradition wurde auch dieses Objekt verwendet, um Zuckerbrote für die Teezubereitung zu zerkleinern – ein zentrales Element der Berber-Gastfreundschaft. Seine größere Größe und die aufwendige Verzierung lassen jedoch auf eine zeremonielle Verwendung schließen: Als Symbol des Wohlstands könnte er als Hochzeitsgeschenk überreicht oder im Haus als Zeichen von Fülle und Ansehen ausgestellt worden sein.
Die dreieckigen und kreisförmigen Motive erinnern an schützende Tätowierungen von Frauen und unterstreichen deren Rolle bei der Weitergabe familiärer Traditionen.
Zustand
Trotz seines robusten und antiken Aussehens in gutem Gesamtzustand.
Gebrauchsspuren und Abnutzungserscheinungen dem Alter entsprechend.
Spuren von holzbohrenden Insekten.
Kleine, stabilisierte Risse am Kopf.
Leicht unebene Oberfläche, aber solides Holz.
Gleichmäßige, goldbraune Patina, die die Holzmaserung hervorhebt.
Ein antikes, authentisches Objekt mit starker plastischer Präsenz und dichter, symbolischer Verzierung. Seltener als leichtere oder florale Modelle, stellt es ein schönes Beispiel für die Handwerkskunst des Hohen Atlas dar.
Ref: 71DC6K8TB6