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Ethnografische Fotografie: Njimba-Spieler - Balunda
Umgebung von Dilolo - Distrikt Lualaba - Provinz Katanga.
Belgisch-Kongo, 1946
Fotografie von C. Lamotte, für InforCongo / Congopresse.
Zeitgenössischer Silberabzug, Format 18 × 24 cm.
Die Fotografie zeigt einen Balunda-Musiker bei einem Stück auf der Njimba, einem traditionellen Melodieinstrument, das aus Holzblättern besteht, die auf einem gebogenen Rahmen montiert sind, der auf voluminösen, resonierenden Kalebassen ruht. Der Musiker sitzt auf dem Boden und schlägt mit Schlägeln auf die Klingen, was einen vollen, vibrierenden Klang erzeugt, der durch die natürlichen Resonatoren verstärkt wird.
Die Szene wurde im Freien aufgenommen, in einer dörflichen Umgebung, die durch die Vegetation und die umgebenden Strukturen erkennbar ist. Die konzentrierte Haltung des Musikers, die bewusste Isolierung des Motivs und die außergewöhnliche Lesbarkeit des Instruments verleihen dem Bild einen starken beschreibenden und pädagogischen Wert.
Die Balunda (oder Südlichen Lunda) leben in einem großen Gebiet zwischen den Flüssen Kasai und Lualaba im Süden von Belgisch-Kongo. Ihre Musikkultur ist besonders reich und umfasst ausgefeilte Melodieinstrumente, die bei rituellen Zeremonien, Gemeinschaftsfesten und politischen Versammlungen eingesetzt werden.
Die Njimba wird hier in einer vollständigen und funktionalen Form präsentiert, die in der kolonialen Fotodokumentation selten ist, was einen genauen Einblick in ihre Bauweise, Spielweise und kulturelle Bedeutung ermöglicht.
Diese Fotografie stellt ein wichtiges ethnomusikologisches Dokument dar:
isolierte und lesbare Darstellung eines komplexen Instruments ;
genaue Identifizierung der Ethnie und des geografischen Gebiets ;
zugeschriebene, datierte und aus einem offiziellen Fundus stammende Fotografie (InforCongo / Congopresse).
Sie geht über das bloße koloniale Zeugnis hinaus und etabliert sich als Referenzquelle für die musikalischen Balunda-Traditionen in der Mitte des 20ᵉ Jahrhunderts.
Ref: 1JK59A9NVP