Bartholomaeus IBruyn (ca. 1493–1555) und seine Werkstatt. Jüngling mit einer Nelke.
Bartholomaeus IBruyn (ca. 1493–1555) und seine Werkstatt. Jüngling mit einer Nelke.
Bartholomaeus IBruyn (ca. 1493–1555) und seine Werkstatt. Jüngling mit einer Nelke.
Bartholomaeus IBruyn (ca. 1493–1555) und seine Werkstatt. Jüngling mit einer Nelke.
Bartholomaeus IBruyn (ca. 1493–1555) und seine Werkstatt. Jüngling mit einer Nelke.
Bartholomaeus IBruyn (ca. 1493–1555) und seine Werkstatt. Jüngling mit einer Nelke.
Bartholomaeus IBruyn (ca. 1493–1555) und seine Werkstatt. Jüngling mit einer Nelke.
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Bartholomaeus IBruyn (ca. 1493–1555) und seine Werkstatt. Jüngling mit einer Nelke.

Von Galerie GALERIE FC PARIS
Mitglied des Labels Authentizität-Qualität
9.800 €
16. Jahrhundert und älter
Renaissance
LIEFERUNG
Von: 75015, Paris, Frankreich

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    Datiert 1544

    Öl auf Holz, auf eine weitere Holztafel kaschiert
    Präsentiert in einem vergoldeten Holzrahmen im Cassetta-Stil
    Gesamtmaße mit Rahmen: 80 x 68 cm. Tafel allein: 55 x 45 cm

    Dieses elegante Porträt gehört zur Tradition der rheinischen Porträtmalerei des 16. Jahrhunderts, wie sie von Bartholomaeus I. Bruyn, einem bedeutenden Kölner Maler, meisterhaft verkörpert wurde. Sein Werk zeichnet sich durch präzise Zeichnung und psychologisches Feingefühl aus. Der Künstler porträtiert einen jungen Mann mit ruhigem und selbstsicherem Ausdruck, gekleidet in einen schwarzen Samtmantel mit Pelzkragen und ein gestärktes weißes Hemd mit feinem Faltenkragen: Nüchternheit und Würde, typisch für die humanistische Mode der Jahrhundertmitte.
    Die weich geschnittene schwarze Mütze und der runde Siegelring mit graviertem Stein zeugen von raffiniertem Geschmack und hohem gesellschaftlichen Status. In ihrer rechten Hand hält die Dargestellte eine zart gemalte Nelke, ein Symbol für Treue und höfische Liebe, das häufig in Bruyns Porträts zu finden ist. Die Künstlerin gibt die Textur mit bemerkenswerter Präzision wieder: gewellte Blütenblätter, zarter Stängel, schwebende Geste – all diese Details zeugen von der Sensibilität der Malerin für Liebes- und Moralsymbolik.

    Die linke Hand, die ein Paar Handschuhe umklammert, verstärkt diesen Eindruck von Zurückhaltung und Würde: Der Handschuh, ein Accessoire der Höflichkeit, wird zum Zeichen von Kultiviertheit und Selbstbeherrschung. Vor dem dunklen Hintergrund verleiht das rot-goldene Wappen dem Bild eine kostbare heraldische Note: zwei goldene Sterne auf rotem Grund, ein zentraler Balken und ein stilisierter Tierkopf am unteren Rand. Es kennzeichnet vermutlich eine Patrizierfamilie aus Köln oder dem Rheinland. Darüber befindet sich eine gotische Inschrift – „vngod, thuhapehestnichtmisdraye“ –, die sich als moralische Maxime übersetzen lässt: „Auf Gott wird deine Hoffnung nicht enttäuscht werden“ und die Frömmigkeit und das spirituelle Vertrauen der Dargestellten widerspiegelt.
    Das Gesamtwerk, mit Finesse und Ausgewogenheit ausgeführt, veranschaulicht Bruyns Stil perfekt: weiche Modellierung, klares Licht und zurückhaltende Psychologie. Dieses Porträt aus dem Jahr 1544 ist ein wertvolles Beispiel rheinischer bürgerlicher Porträtmalerei der Renaissance, in der präzise Zeichenkunst mit feinfühliger Sensibilität einhergeht.

    Biografie von Bartholomaeus Bruyn (ca. 1493–1555)
    Bartholomaeus Bruyn, genannt Bruyn der Ältere, zählt zu den bedeutendsten Malern der rheinischen Renaissance. Um 1493 in Köln geboren, etablierte er sich in den 1520er Jahren als gefragtester Porträtist des Kölner Bürgertums und der Patrizier. Sein Stil, geprägt von großer zeichnerischer Präzision, akribischer Detailgenauigkeit in der Kleidung und dem Streben nach psychologischer Wahrheit, steht in der Tradition germanischer Meister wie Hans Holbein und Barthel Bruyn, bewahrt sich aber gleichzeitig seine eigene, sanftere und introspektivere Identität.

    Bruyn schuf auch zahlreiche religiöse Werke für Kölner Kirchen, doch seine Porträts begründeten seinen Ruhm: heitere Gesichter, direkte Blicke, symbolische Accessoires (wie die oft dargestellte Nelke) und eine höchst persönliche Art, Stoffe und Schmuck wiederzugeben. In seiner florierenden Werkstatt bildete er mehrere Maler aus, darunter seinen Sohn Bartholomaeus II. Bruyn, der die Familientradition fortführte.

    Nach seinem Tod im Jahr 1555 hinterließ Bruyn ein umfangreiches Werk, das heute in bedeutenden europäischen Museen aufbewahrt wird und Zeugnis vom Aufstieg der bürgerlichen Porträtmalerei im Köln des 16. Jahrhunderts sowie von der schlichten Eleganz der rheinischen Renaissance ablegt.

    Guter Zustand. Verkauf mit Echtheitszertifikat.

    Ref: HDIWNA8RUL

    Bedingungen Wie neu
    Stil Renaissance (Gemälde Porträts Stil Renaissance)
    Jahrhundert 16. Jahrhundert und älter (Gemälde Porträts Jahrhundert 16. Jahrhundert und älter)
    Herkunft Deutschland
    Künstler Bartholomaeus I Bruyn (vers 1493 – 1555)
    Breite (cm) 68
    Höhe (cm) 80
    Material(ien) Öl auf Holz
    Versandzeiten Versandbereit in 4-7 Werktagen
    Ort 75015, Paris, Frankreich
    Versandinformationen Die Versandkosten für Frankreich und Europa sind kostenlos.
    Antikeo Käufergarantie

    4 Verpflichtungen zum vertrauensvollen Kaufitemprop