Louis-XVI-Kommode aus schwarzem Chinoiserie-Lack, apokrypher Popsel-Stempel.
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Louis-XVI-Kommode aus schwarzem Chinoiserie-Lack, apokrypher Popsel-Stempel.

Von Galerie M&N Antiquités
Mitglied des Labels Authentizität-Qualität
3.400
20. Jahrhundert
Louis XVI-Stil
LIEFERUNG
Von: 89260, La chapelle sur oreuse, Frankreich

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    Artikel zum Verkauf angeboten von

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    Eine elegante, halbmondförmige Kommode mit drei Türen, wobei die mittlere Tür breiter ist als die beiden seitlichen. Die Vorderseite wird von vier leicht vorspringenden Stützen gegliedert, die dem Möbelstück eine harmonische Struktur verleihen und seinen architektonischen Charakter unterstreichen.

    Die Kommode ruht auf vier sich verjüngenden Beinen mit bronzenen Sockeln und ist mit einer antiken Marmorplatte mit Brekziendekor versehen. Form und Hinterkante der Platte lassen auf eine Herkunft aus dem 18. Jahrhundert schließen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser antike Marmor beim Bau des Schranks wiederverwendet wurde – eine Praxis, die André Mailfert in seinen Memoiren häufig beschreibt.

    Vorder- und Seitenflächen sind vollständig mit einem bemerkenswerten, von fernöstlichen Lack inspirierten schwarzen Lack überzogen. Die Paneele sind mit Chinoiserie-Szenen in rötlich-braunen und goldenen Tönen verziert. Die Hauptdekoration zeigt einen perspektivisch dargestellten Innenraum mit einem Schachbrettmuster auf dem Boden, das sich zu einem zentralen Punkt hin verjüngt – eine Komposition, die an bestimmte Intarsienarbeiten auf Möbeln aus der späten Regierungszeit Ludwigs XV. und der frühen Regierungszeit Ludwigs XVI. erinnert. Dieses Streben nach Tiefe und räumlicher Illusion ist einer der reizvollsten Aspekte des Stücks.

    Die gesamte Dekoration weist eine besonders überzeugende Patina auf. Der Firnis wurde so aufgetragen, dass er an einen alten Lack erinnert, der die Jahrhunderte mit seinen Gebrauchsspuren, Reparaturen, Transparenzen und sukzessiven Veränderungen überdauert hat. Diese komplexe, nuancenreiche und tiefe Oberfläche erzeugt den Eindruck eines Möbelstücks, das über zwei Jahrhunderte erhalten geblieben ist. Hier finden sich die von André Mailfert in seinem Buch *Au Pays des Antiquaires* (Im Land der Antiquitätenhändler) beschriebenen Alterungs- und Patinierungstechniken wieder. Darin erklärt er die Verwendung antiker Materialien in Kombination mit aufwendigen Veredelungsarbeiten, die den Eindruck der Zeit erwecken sollen.

    Die Bronzeverzierungen sind vollständig: Tropfen mit Blattornamenten, Schlüssellochbeschläge, Sockel und eine zentrale Konsole. Die Schlösser sind funktionsfähig und die Schlüssel sind vorhanden.

    Das Gestell offenbart eine besonders interessante Konstruktion. Es besteht vollständig aus altem Holz, offensichtlich aus verschiedenen wiederverwerteten Materialien. Alle Elemente weisen Spuren von Handwerkzeugen, antike Oberflächen und natürliche Patina auf. Die Rückwände aus altem Nussbaumholz scheinen von zerlegten Möbeln zu stammen, vermutlich von Rollbetten aus dem 19. Jahrhundert. Weit davon entfernt, künstlich gealtert zu sein, besitzt dieses Holz eine Authentizität, die perfekt zu den Methoden passt, die Mailfert in seinen frühen Produktionsjahren anwandte.

    Das Stück trägt einen Stempel „POPSEL“, der auf Jean Popsel, einen Pariser Kunsttischler des 18. Jahrhunderts, verweist. Dieser Stempel ist jedoch als Fälschung anzusehen. Seine Verwendung entspricht der Tradition von Stücken, die im Stil des 18. Jahrhunderts zu Beginn des 20. Jahrhunderts gefertigt wurden – eine Praxis, deren Mechanismen André Mailfert selbst ausführlich in seinen Memoiren beschrieb.

    Die Kombination der beobachteten Merkmale – ausschließliche Verwendung antiker Hölzer, Wiederverwendung von Elementen älterer Möbel, umgearbeiteter antiker Marmor, ein apokrypher Stempel, Konstruktion nach Prinzipien des 18. Jahrhunderts, hohe Ausführungsqualität und besonders aufwendige Patina – lässt uns diese Kommode mit den frühen Stücken in Verbindung bringen, die in den 1920er-Jahren in André Mailferts Werkstätten entstanden, also vor der Phase der standardisierten Fertigung.

    Ein altes Verkaufsetikett aus dem Büro von Maître Pierre Cornette de Saint-Cyr, das sich auf der Rückseite befindet, belegt zudem sein früheres Auftreten auf dem Pariser Kunstmarkt in den 1960er-Jahren.

    Das Stück stammt aus einer Privatsammlung, in der es mehrere Jahrzehnte verblieb.

    Diese Kommode ist weit mehr als nur eine Kopie im Stil Ludwigs XVI. Sie ist heute ein besonders interessantes Zeugnis der Geschichte des Geschmacks, des Kunstmarktes und der Fertigungsmethoden einer der herausragendsten Persönlichkeiten des französischen Kunsttischlerhandwerks des 20. Jahrhunderts.

    Maße:
    Höhe: 88 cm
    Breite: 98 cm
    Tiefe: 44 cm

    Ref: 6U97V5Q4LB

    Bedingungen Sehr guter Zustand
    Stil Louis XVI-Stil (Antike Kommoden Stil Louis XVI-Stil)
    Jahrhundert 20. Jahrhundert (Antike Kommoden Jahrhundert 20. Jahrhundert)
    Herkunft Frankreich
    Versandzeiten Versandbereit in 4-7 Werktagen
    Ort 89260, La chapelle sur oreuse, Frankreich
    Antikeo Käufergarantie

    4 Verpflichtungen zum vertrauensvollen Kaufitemprop