Diese Beschreibung wurde übersetzt. Klicken Sie hier, um das Original zu sehen
Dieser Sesterz des Antoninus Pius, geprägt in Rom im Jahr 147 n. Chr., gehört zu einem besonders attraktiven Typ der antoninischen Münzprägung. Auf der Vorderseite erscheint die Legende ANTONINVS AVG PIVS P P TR P COS IIII um einen lorbeerbekränzten Kopf nach rechts, während die Rückseite FELICITAS AVG / S-C zeigt, mit Felicitas stehend, die einen Steinbock (Capricorn) und einen langen Caduceus hält. Die Zuschreibung zu RIC III 770, mit Konkordanzen BMCRE 1677 und Cohen 363, wird direkt durch die numismatischen Referenzwerke und die konsultierten spezialisierten Vergleichsstücke bestätigt.
Jedes Exemplar wird untersucht, beschrieben und mit einem Echtheitszertifikat gemäß den Standards des Kunst- und Kulturgütermarktes geliefert. Das hier vorgestellte Stück fällt sofort durch die Qualität seines großen Moduls, durch die günstige Lesbarkeit seines kaiserlichen Porträts und durch das Vorhandensein einer Felicitas mit Steinbock auf der Rückseite auf – eine ikonographische Formel, die weniger gewöhnlich ist als die häufigeren Varianten mit Füllhorn und der Münze innerhalb eines Kabinetts römischer Kaiserbronzen eine besonders markante visuelle Persönlichkeit verleiht.
Analyse & Expertise
Sorgfältige Beobachtung unter 10-facher Lupe und Streiflicht. Die Untersuchung des Exemplars zeigt auf der Vorderseite einen lorbeerbekränzten Kopf des Antoninus Pius nach rechts mit bemerkenswerter Klarheit der Darstellung. Stirn, Auge, Nasenlinie, Mund und Bart bleiben deutlich ausgeprägt; das Haar zeigt noch einen klar erkennbaren Rhythmus der Locken, und der Lorbeerkranz bewahrt mehrere gut unterscheidbare Blätter. Die umlaufende Titulatur ist weitgehend erhalten und rahmt das Porträt großzügig ein, während der Perlkreisrand über einen bedeutenden Teil des Umfangs sichtbar bleibt, was der Vorderseite eine besonders zufriedenstellende visuelle Präsenz für einen antoninischen Sesterz verleiht.
Die Rückseite zeigt Felicitas frontal stehend, mit nach links gewandtem Kopf, sofort erkennbar an ihrer schlanken Haltung, dem langen Caduceus in der linken Hand und dem Attribut in der rechten Hand, hier entsprechend dem Steinbock, der in den spezialisierten Referenzen für diesen Typ angegeben wird. Die Buchstaben S-C bleiben im Feld wahrnehmbar, und die Legende FELICITAS AVG ist ausreichend lesbar, um das Verständnis der Rückseite vollständig zu stützen. Die Komposition ist gut zentriert und wirkt besonders ausgewogen.
Die Metalloberfläche zeigt eine alte dunkle Patina, mit Tönen von tiefem Braun und antikem Grün in den Vertiefungen. Die Reliefs fangen weiterhin Licht auf den höheren Partien des Porträts, des Haares, des Bartes und der Rückseitenfigur ein. Feine Feldunregelmäßigkeiten und leichte Glättungen durch Umlauf integrieren sich harmonisch in das Gesamtbild der Münze, ohne die Lesbarkeit des Typs zu beeinträchtigen. Die Form des Schrötlings, das natürliche Hervortreten der Buchstaben und die Kontinuität des Reliefs stimmen vollständig mit der erwarteten Morphologie eines großen römischen Kaiserbronzes überein, das mit dem Hammer geprägt wurde.
Das besondere Interesse dieses Exemplars liegt gerade in der Verbindung mehrerer Qualitäten, die der erfahrene Sammler gemeinsam sucht: ein gut gestaltetes Porträt, eine weitgehend erhaltene Titulatur, eine elegant lesbare Felicitas und die charakteristische Ikonographie des Steinbocks auf der Rückseite, die die Münze innerhalb der umfangreichen Prägung des Antoninus Pius sofort unterscheidet. Das Stück ist daher keineswegs nur eine bibliographische Referenz, sondern bewahrt in seinem Material eine überzeugende historische und ästhetische Präsenz.
Merkmale
Autorität
Diese Emission gehört zu Antoninus Pius, römischer Kaiser von 138 bis 161 n. Chr.
Prägestätte
Die Münzstätte ist Rom, eine Zuschreibung, die von den Katalogen und spezialisierten Vergleichsstücken für den Typ RIC 770 bestätigt wird.
Datierung
Die Prägung wird auf 147 n. Chr. datiert, eine Chronologie, die von iNumis, CNG und mehreren spezialisierten Verkaufsbeschreibungen übernommen wird.
Nominal
Es handelt sich um einen Sesterz, also die große Bronzeumlaufmünze des römischen kaiserzeitlichen Münzsystems.
Metall
Der Typ wird als Æ-Sesterz katalogisiert, also als Bronze- bzw. Kupferlegierung von großem Modul; einige Beschreibungen sprechen auch von Kupferlegierung oder Orichalcum-Sesterz.
Gewicht
Das gemessene Gewicht dieses Exemplars beträgt 22,1 g, ein Wert, der vollständig mit veröffentlichten Vergleichsstücken übereinstimmt, darunter Exemplare mit 22,54 g, 22,81 g, 26,59 g oder 28,70 g, je nach Erhaltungszustand und Schrötling.
Durchmesser (Modul)
Der gemessene Durchmesser beträgt 31,5 mm, eine sehr zufriedenstellende Größe für diese Serie und vollkommen im Einklang mit publizierten Exemplaren um 31–32 mm.
Vorderseite
Die Vorderseite trägt ANTONINVS AVG PIVS P P TR P COS IIII, um einen lorbeerbekränzten Kopf des Antoninus Pius nach rechts.
Rückseite
Die Rückseite zeigt FELICITAS AVG / S-C, mit Felicitas stehend, die in der ausgestreckten rechten Hand einen Steinbock und in der linken einen langen Caduceus hält.
Typologische Referenzen
Die Bestimmung beruht auf RIC III 770, mit Konkordanzen BMCRE 1677 und Cohen 363, Referenzen, die auch in den konsultierten Markt- und Fachkatalogen verwendet werden.
Sammlerstellung
Dieser Typ kann als sehr gesucht präsentiert werden, insbesondere wegen der Rückseite mit Felicitas und Steinbock, die deutlich ungewöhnlicher ist als die gewöhnlicheren Darstellungen der Göttin. Das wiederholte Auftreten dieses Typs in spezialisierten Auktionen und seine Hervorhebung durch renommierte Häuser bestätigen seine anhaltende Attraktivität unter Sammlern antoninischer Bronzen.
Historischer Kontext
Dieser Sesterz gehört zu einer friedlichen und wohlhabenden Phase der Regierung des Antoninus Pius, eines Herrschers, der in der römischen Geschichtsschreibung häufig mit dem Bild einer stabilen, administrativen und geordneten Regierung verbunden wird. Museumsinstitutionen und Referenzkataloge ordnen diese Münzgruppe in die Mitte seiner Regierungszeit ein, in einer Phase, in der die allegorische Sprache der Rückseiten eher die Tugenden der Herrschaft ausdrückte als spektakuläre militärische Ereignisse zu feiern.
Die Wahl von Felicitas ist keineswegs dekorativ, denn diese Personifikation bezeichnet den glücklichen Wohlstand des Prinzipats. Das London Museum erinnert ausdrücklich daran, dass die Rückseite Felicitas darstellt, die weibliche Personifikation des Wohlstands, und Numista beschreibt für diesen Typ genau die Göttin mit Steinbock und Caduceus, zwei Attribute, die die Idee von Gunst, Überfluss und glücklicher Ordnung unter kaiserlicher Autorität zusammenfassen.
Der Steinbock, hier besonders charakteristisch, verleiht der Rückseite eine besondere Unterscheidung, da er vom üblichen Schema mit Füllhorn abweicht. Mehrere spezialisierte Hinweise betonen dieses Merkmal als entscheidendes Unterscheidungselement des Typs, was seine bedeutende Stellung in Sammlungen erklärt, die auf ikonographisch bemerkenswerte Varianten der kaiserlichen Münzprägung achten.
Kultureller Wert
Der kulturelle Wert dieser Münze ist hoch, da sie in einem großen Bronze-Modul drei Eigenschaften vereint, die von der großen römischen Numismatik besonders geschätzt werden:
-
ein klar individualisiertes kaiserliches Porträt,
-
eine deutlich lesbare Allegorie des öffentlichen Wohlstands,
-
sowie eine markante ikonographische Variante mit dem von Felicitas gehaltenen Steinbock.
Das Objekt bezeugt somit nicht nur die monetäre Zirkulation, sondern auch eine typisch römische Weise, politisches Glück und Wohlstand bildlich darzustellen.
Für den Sammler besitzt dieser Sesterz eine besondere Anziehungskraft, da er zu jener Kategorie von Münzen gehört, bei denen die Botschaft sofort verständlich bleibt und zugleich Raum für ikonographische Raffinesse lässt. Porträt, Legende, große Rückseitenfigur und ungewöhnliche Ikonographie verbinden sich hier zu einem echten Kabinettstück von großer Präsenz.
Aus kunsthistorischer Perspektive gehört diese Münze vollständig zur antoninischen Ästhetik, in der die Modellierung des Gesichts, die Disziplin der Legende und die monumentale Nüchternheit der Personifikationen ein klassisches Gleichgewicht erreichen. Sie bietet damit ein besonders reines Zeugnis dessen, was das Rom des 2. Jahrhunderts in der Darstellung der Macht am maßvollsten hervorbrachte.
Herkunft & Garantien
Dieses Exemplar stammt aus europäischer Provenienz von einem etablierten Numismatikhändler. Es wurde im Rahmen einer internationalen spezialisierten Transaktion innerhalb eines anerkannten numismatischen Netzwerks erworben und von Referenzexperten bestätigt, gemäß den höchsten Standards des Kunst- und Kulturgütermarktes.
Die Untersuchung basiert auf der direkten Analyse der stilistischen, epigraphischen, technischen und metrologischen Merkmale, die mit den anerkannten Referenzen der römischen Kaiserprägung verglichen wurden.
Jedes Exemplar wird geprüft, beschrieben und mit einem Echtheitszertifikat gemäß den Standards des Kunst- und Kulturgütermarktes geliefert. Im vorliegenden Fall begründen die Übereinstimmung der Vorderseitentitulatur, des Typs Felicitas mit Steinbock und Caduceus, der beobachteten metrologischen Daten sowie der Referenzen RIC III 770, BMCRE 1677 und Cohen 363 eine besonders solide numismatische Zuschreibung.
Ref: HGIFDVJDMK