Diese Beschreibung wurde übersetzt. Klicken Sie hier, um das Original zu sehen
Die Skulptur aus patinierter Bronze stellt einen nackten Faun dar, der tanzt und Flöte spielt. Er tanzt auf einem mit Luft gefüllten Weinschlauch und hält dabei das Gleichgewicht – ganz im Sinne antiker Darstellungsgewohnheiten, um die Unbeständigkeit der Figur zu verdeutlichen. Zu seinen Füßen liegen weitere Attribute der Bacchanalien: ein Tamburin, Zimbeln, ein Thyrsus und eine Weintraube.
Eugène-Louis Lequesne, Stipendiat der Villa Medici in Rom, nutzte seinen Aufenthalt in Italien, um den Barberini-Faun nachzubilden. Gestützt auf diese Erfahrung ließ er sich von dem antiken tanzenden Faun inspirieren, der in Pompeji gefunden wurde und den er im Archäologischen Museum von Neapel gesehen hatte, um seinen eigenen Faun zu modellieren. Er präsentiert den Gipsabguss des tanzenden Fauns auf dem Salon von 1850–51 und erhält für dieses Werk die erste Medaille für Bildhauerei. Auf dem Salon von 1852 stellt er die Bronzeversion aus. Der Staat erwirbt die Skulptur, und sie wird auf der Weltausstellung von 1855 gezeigt, bei der Lequesne den Großen Preis für Bildhauerei und die Ehrenlegion erhält. Anschließend wird sie im Musée du Luxembourg ausgestellt.
Die Statue trägt auf ihrem Sockel das Stempelzeichen und die Signatur: „Susse frères“.
Das 1758 gegründete Unternehmen der Brüder Susse entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer Gießerei und einem Kunstverlag;
die von den Brüdern Susse herausgegebenen Skulpturen zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Gussqualität aus. Das Haus verwendete hauptsächlich die Wachsausschmelztechnik oder den Sandguss, zwei Verfahren, die eine hohe Detailgenauigkeit gewährleisten. So sind die Reliefs klar, die Texturen gut definiert und die Patina oft tief und gleichmäßig. Darüber hinaus zeichnen sich die Susse-Bronzen durch eine sorgfältige Verarbeitung aus. Die Ziselierungen sind klar, und die Übergänge zwischen den verschiedenen Teilen eines Werks sind unsichtbar.
Diese Merkmale zeugen von einem hohen Anspruch, der typisch für die im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts hergestellten Auflagen ist.
Ref: YJ604KKRKH