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Bedeutender Marmorkopf des Shakyamuni Buddha
Burma
Mandalay-Stil
Konbaung-Dynastie (1752 - 1885), 19. Jahrhundert
Das jugendlich wirkende Gesicht, das von großer Sanftheit geprägt ist, ist in ein harmonisches Oval eingebettet. Es zeichnet sich durch feine, geschwungene, schwarz betonte Augenbrauenbögen aus, die eine kleine, leicht erhabene Urna einrahmen. Die halb geschlossenen Augen, deren Blick nach unten gerichtet ist, weisen dicke Lider auf, die mit einem feinen schwarzen Rand markiert sind. Die ebenfalls betonten Pupillen spiegeln eine meditative Haltung wider, die von Innerlichkeit und Gelassenheit geprägt ist, losgelöst von irdischen Gegebenheiten.
Die besondere Behandlung der Augen ist typisch für den Stil von Mandalay. Sie werden als kye min ye thauk (wörtlich "König der wassertrinkenden Vögel") bezeichnet und zeichnen sich durch eine spitz zulaufende Form aus, die sich zu den Enden hin in einer fließenden Bewegung verjüngt, die an einen Schnabel oder eine gestreckte Linie erinnert. Diese Zeichnung fängt einen gesenkten Blick mit spitzen, zarten Konturen ein und verstärkt den Ausdruck von Ruhe. Über den ästhetischen Effekt hinaus vermittelt diese Form einen Zustand tiefer Meditation und eine Ausrichtung auf das Innere statt auf die Außenwelt. Sie drückt auch Sanftheit und Mitgefühl aus und fügt sich in die allgemeine Ästhetik der Gelassenheit ein, die den birmanischen buddhistischen Darstellungen in Mandalay eigen ist.
Die feine, gerade Nase mit leicht geöffneten Nasenlöchern sitzt über einem Mund mit zarten Lippen, deren Mundwinkel ein leichtes Lächeln andeuten.
Die Stirn ist mit einem breiten Stirnband geschmückt, das mit Glasperlen mit Blumenmotiven verziert ist. Dieses Ornament, Thin Kyit genannt, taucht in der Ava-Periode (1364-1527) in der buddhistischen Bildhauerei als dünne Linie auf und wird im Laufe der Zeit immer breiter. Zwischen Gesicht und Haaren platziert, markiert sie symbolisch den erwachten Zustand Buddhas und trägt zur Kostbarkeit und der andächtigen Dimension des Bildes bei. Die reichen Mäzene pflegten ihn mit aufwendigen Blumenmustern und Edelsteinen, insbesondere Rubinen, zu verzieren, um die Pracht Buddhas zu betonen und ihre Hingabe auszudrücken.
Auf dem Scheitel befindet sich eine breite und hohe Ushnisha, während die gebogenen Ohren ausgedehnte Ohrläppchen aufweisen, die Buddhas früheres weltliches Leben symbolisieren.
Der Mandalay-Stil, der sich zwischen dem späten 18. und dem 19. Jahrhundert in der gleichnamigen Region entwickelte, war der Höhepunkt der birmanischen Hofkunst während der Konbaung-Dynastie (1752-1885). Sie ist Teil einer Tradition, die eng mit dem Theravada-Buddhismus und einer idealisierten Darstellung des Buddha verbunden ist.
Er entwickelte ein Bild des Buddha, das kein Porträt ist, sondern eine kodifizierte Figuration der spirituellen Vollkommenheit. Das Gesicht ist oval und glatt und vermittelt eine kontrollierte Form der Abstraktion: weiche Gesichtszüge, dünne Augenbrauen, eine gerade Nase und ein diskretes Lächeln bilden eine von der Individualität losgelöste Figur. Die halb geschlossenen, nach innen gerichteten Augen drücken einen Zustand tiefer Meditation und Gelassenheit aus und verstärken die Vorstellung von einer spirituellen Präsenz und nicht von einer menschlichen Realität. Im Vergleich zu Avas früherem, eher expressiven und naturalistischen Stil markiert der Mandalay-Stil eine Verschiebung hin zu einer strenger kodifizierten Ästhetik. Die Figur wird weniger narrativ und mehr ikonisch, orientiert sich an einem religiösen Ideal von Stabilität und Harmonie.
Die Verwendung von Marmor für die Skulptur buddhistischer Bilder begann sich erst in der Ava-Periode (1287-1752) richtig zu entwickeln. Während in Ava, Amarapura und Mandalay mächtige buddhistische Königreiche aufeinander folgten, war Sagyin, ein Dorf nördlich von Mandalay, für die außergewöhnliche Qualität seines Marmors berühmt und entwickelte sich allmählich zum wichtigsten Abbauzentrum. Mit der zunehmenden Bedeutung von Marmor für die materielle buddhistische Kultur in Birma entstand ab dem späten 18.
Marmor mit Lack- und Vergoldungsakzenten, mit Glaseinlagen
Gebrauchsabnutzung, sichtbare Unfälle.
43 x 25.5 cm ohne Sockel
Ehemalige Sammlung von Herrn B., Ästhet und großer Sammler asiatischer Kunst
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Ref: V75PGXGOJO